Die Lebenserwartung des Menschen hat im 19. Jahrhundert um knapp 35 Jahre zugenommen. Massgeblich haben dazu der medizinische und technologische Fortschritt beigetragen. Infektionskrankheiten und chronische Krankheiten können von der Medizin besser behandelt werden.

Die Französin Jeanne Calment wurde mit 122 Jahren, so alt wie niemand zuvor, mit nachgewiesenen Dokumenten.

Ob der Mensch einem Limit von Lebenszeit erreicht, bzw. überschritten hat, kann nicht eindeutig beantwortet werden.

Fachkreise bringen an, dass es keinen Grund gebe, dass der Anstieg der maximalen Lebenspanne sein Limit erreicht habe. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass ehemals festgelegte Altersgrenzen,  widerlegt worden sind. Fachkreise sprechen darüber, dass es keine Gene existieren, die das Altern oder den Todeszeitpunkt festschrieben.

Aber der Körperbau des Menschen gibt biomechanische Grenzen und unterliegt der natürlichen Abnutzung. Wichtig zu wissen ist die unterschiedliche Alterung zwischen dem menschlichen Gehirn und dem Körper.

Auch Nervenzellen sterben während des gesamten Lebens und dadurch gehen rund 10 Prozent der Nervenzellen verloren. Wenn der Mensch etwas Neues lernt, sorgt die „Plastizität des Gehirns“, dass sich neue Synapsen bilden oder verstärken. Dadurch können Hirnregionen selbst im Alter wachsen und ausgebaut werden. Alte und unnötige Verbindungen werden hingegen getrennt oder schwächer.

Die Menschheit arbeitet hart daran, die Lebenserwartung zu verlängern. Eine nachweisbare obere Grenze ist noch nicht in Sicht. Aber entscheidend ist nicht die Länge, sondern auch die Qualität der Lebens.