Die orale Leukoplakie (OL) ist die häufigste prä-maligne, weissliche Veränderung der Mundschleimhaut. Sie lässt sich in keine andere Kategorie der Schleimhautveränderungen einzuteilen und kann in allen Bereichen der Mundhöhle vorkommen.

Die OL tritt bei Männern, besonders im mittleren oder hohen Lebensalter auf. Eine genetische Disposition konnte noch nicht einwandfrei nachgewiesen werden.

Es existieren zwei Arten der oralen Leukoplakie:

Die, oft asymtomistische, homogene Form zeichnet sich durch eine weisse Veränderung mit einer einheitlichen und glatten Oberfläche aus. Die inhomogene Form (Erythroleukoplakie) besitzt eine ungleichmässige Oberfläche, kann nodulär auftreten und verursacht ein Brennen mit Schmerzen auf der Mundschleimhaut.

Die proliferative verruköse Leukoplakie ist eine sehr aggressive Form und transformiert sich sehr oft maligne. Diese Form der OL zeigt eine sehr hohe Rezidivrate.

Karzinome der Mundhöhle können sich aus jeder Form der Leukoplakie entwickeln. Eine eindeutige Pathogenese der oralen Leukoplakie noch nicht eindeutig geklärt.

Ein Hauptgrund für das Ausbrechen der Erkrankung scheint Nikotin und Alkohol zu sein. Die Diagnose beruht auf der klinischen Untersuchung, der Persistenz der Veränderung nach einigen Wochen und einer Probeentnahme.

Regelmässige Nachkontrollen, im Abstand von sechs Monaten, bei Patienten mit einer OL ist dringend notwendig.  Bei der inhomogenen Formen der OL ist ein engerer zeitlicher Abstand zwischen den Kontrollen empfehlenswert.

Es gibt bis heute noch keinen einheitlichen Fahrplan bzgl. der Therapie der oralen Leukoplakie. Das Risiko einer malignen Transformation ist grundsätzlich nicht auszuschliessen.

Die ersten Schritte in der Therapie bestehen in der Karenz von Nikotin und Alkohol. Bei einer Epitheldysplasie wird die chirurgische Resektion der oralen Leukoplakie, „in toto“, empfohlen.

Ohne eine Epitheldysplasie entscheidet der behandelnde Arzt aufgrund von der Grösse und der Lokalisation der oralen Leukoplakie. Eine Therapie mittels Laserchirurgie oder mit Medikamenten ist mit besonders ausgeprägten Nebenwirkungen und mit Rezidiven zu rechnen.

Die beste Möglichkeit eine orale Leukoplakie zu vermeiden ist kein Alkohol zu trinken und kein Nikotin zu konsumieren.

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