Bösartige Neubildungen in der Mundhöhle bezeichnet man als Mundhöhlenkrebs (Oralkarzinom). Betrachtet man das bösartige Gewebe der Mundschleimhaut unter dem Mikroskop, handelt es sich meist um Plattenepithel-Zellen, weshalb Mediziner auch von einem Plattenepithelkarzinom sprechen.

Es ist unumstritten, das Raucher ein erhöhtes Risiko an einem Oralkarzinom und Zahnfleischentzündungen in der Mundhöhle haben. Raucher sollten zu den regelmässigen zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen gehen. Männer sind knapp dreimal so häufig von einem Tumor im Mundraum betroffen als Frauen. Am Anfang der Erkrankung verursacht der Krebs bei den Betroffenen meist keine Beschwerden und entstehende Geschwülste lassen sich nur schwer diagnostizieren. Nur durch speziell ausgebildetes und geschultes Personal lassen sich solche Veränderungen in der Mundschleimhaut früh erkennen und behandeln. Wichtig ist auch die direkte Kommunikation mit dem Untersucher über das Rauchen. Nur so ist eine frühzeitige Erkennung und Therapie von Erkrankungen durch einen Kieferchirurgen möglich.

Je früher Mundhöhlenkrebs erkannt und behandelt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Heilung. Der Krankheitsverlauf hängt unter anderem von der Größe, Ausbreitung und Aggressivität des Tumors ab. Insbesondere der Befall von Halslymphknoten spielt eine entscheidende Rolle.

Rund 90 Prozent der Betroffenen sind langjährige Raucher. Auch ein übermäßiger Alkoholgenuss fällt bei vielen Menschen auf, die an einem Mundhöhlenkarzinom erkrankt sind. Alkohol- und Nikotinmissbrauch zählen somit zu den wichtigsten Risikofaktoren von Mundhöhlenkrebs. Bei chronischem Tabak- oder Alkoholmissbrauch ist ein bis zu 6-fach, bei Kombination beider Risikofaktoren ein bis zu 30-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko vorhanden.

Schlechte Mundhygiene, ein geringer Verzehr von Obst und Gemüse sowie mechanische Irritationen, etwa durch schlecht sitzenden Zahnersatz sind weitere Risikofaktoren. Auch humane Papillomaviren (Warzenviren) können Krebserkrankungen im Mund auslösen.

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